Weihnachtsgedichte für einen Rechtsanwalt


Den ganzen Tag vor dem Gericht,
Weihnachtsstimmung findet man da nicht.
Drum an den Weihnachtstagen,
vergessen wir die Klagen.
Weihnachten ist Besinnlichkeit und Familienhalt,
das braucht man auch als Rechtanwalt.
Die Kanzlei bleibt geschlossen über die Feiertage,
kein Klientel zum Telefon zu greifen wage.

Es war am Heiligen Abend,
der Rechtanwalt sich an der Weihnachtsgans labend,
bekam einen wichtigen Notruf,
der Weihnachtsmann ein Problem schuf.
Zu schnell war der Weihnachtsschlitten,
den der Weihnachtsmann geritten.
Nun kann er Geschenke nicht bringen,
sitzt im Gefängnis drinnen.
So war Weihnachten in Gefahr,
gut dass da der Rechtanwalt war.

Der Weihnachtsmann kam ins Haus,
packte die Geschenke aus.
Auf einer Weihnachtskarte er las,
glaub nicht dass ich meinen Hass vergaß.
Der Weihnachtsmann wunderte sich halt,
bis er sah das Geschenk war für einen Rechtsanwalt.

Das Christkind fragte den Mann,
was er so alles getan.
Wollte wissen, ob er war brav,
der sagte dem Christkind einen Paragraph.
Da wusste das Christkind halt,
es sprach mit ´nem Rechtsanwalt.
Zu Weihnachten sind alle gleich,
drum auch Dir ein Geschenk ich überreich.
Doch denke stets daran,
was Du als Anwalt für Menschen getan,
wird im Himmel registriert,
darum pass auf das Du Dich im Gesetz nicht verlierst.

Weihnachten ist eine Zeit,
in der man zur Liebe bereit.
Herzensgüte ist kein Fluch,
die Formel steht nicht im Gesetzbuch.
Drum darf man nie vergessen als Rechtanwalt,
zu sein in erster Linie ein Mensch und nicht kalt.

Nun steck das Gesetzbuch in die Tasche,
Dein Weihnachtsmannkostüm ich Dir wasche.
Zu Weihnachten nämlich mein Schatz,
brauchst Du nur einen Schriftsatz.
Zuhause warten die Kinder halt,
da bist Du nicht der Rechtsanwalt.

Du musst noch einmal zum Gericht,
doch vergiss Deine Familie nicht.
Heute müssen wir noch in die Stadt,
weil es noch den Weihnachtsmarkt hat.
Dann gehört der Herr Rechtsanwalt,
nur noch der Familie halt.

Hart ist der Job als Rechtanwalt,
schließlich ist man als Mensch nicht kalt.
Gerade zu Weihnachten man denkt,
wie der Klient im Knast ist beengt.
Möchte heim zu seiner Familie gehen,
dass kann man als Mensch halt verstehen.
Sitzt man vor der Weihnachtsgans dann,
nimmt man gern die Liebe der eigenen Familie an.
Schöpft Kraft aus der Ruhe und Besinnlichkeit,
für den Kampf um die Gerechtigkeit.
Nach Weihnachten zieht der Rechtanwalt ins Gericht,
hofft Justizias Augenbinde lässt durch der Gerechtigkeit Licht.

Heute am Heiligen Abend packen wir die Geschenke aus,
Du holst einen Talar aus Deinem heraus.
Ein Gesetzbuch ist auch mit dabei,
damit bekommst Du Deine Klienten frei.
Nach Weihnachten nämlich ist es soweit,
Du machst Dich für die Prüfung bereit.
Wir wissen es jetzt schon halt,
Du wirst der beste Rechtsanwalt.