Witzige Weihnachtsgedichte

Das mit dem Humor ist bekanntlich gar nicht so einfach. Wenn man Autoren, Drehbuchschreiber und Lyriker fragt, welches Genre am schwierigsten zu schreiben ist, werden die meisten mit dem Wort „Comedy bzw. Komödien“ antworten. Warum das so ist, lässt sich leicht beantworten. Jeder Mensch hat einen anderen Sinn für Humor, was Sie lustig finden, findet der Andere eventuell langweilig, eklig oder überholt. Deshalb sollten Sie sich genau überlegen, wem Sie ein witziges Gedicht an Weihnachten schenken wollen. Kennen Sie die Person gut genug, um seinen Humor abschätzen zu können? Wie nahe steht Ihnen dieser Mensch? Grundsätzlich ist es eine nette Geste, ein amüsantes Weihnachtsgedicht zu verfassen. Es passt in die heutige Zeit und kann die Stimmung auflockern. Der Vorteil bei witzigen, humorvollen Sprüchen ist der, dass man einen lässigeren Schreibstil verwenden kann. Das bedeutet natürlich nicht, dass man gänzlich auf Reimformen bzw. poetische Ansätze verzichten muss. Im Gegenteil, das vermischen verschiedener Sprachstile, macht das Gedicht und somit das Fest zu einem lustigen Ereignis.

Lustige Sprüche verbreiten sich meist von selbst!

Lustige Sprüche kommen selbstverständlich besonders bei der Jugend gut an. Gerade für Menschen, für die Weihnachten ein rotes Tuch ist, macht ein witziges Gedicht mehr Spaß als dramatische Besinnlichkeit. Da die Jugendlichen bekanntlich Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke verwenden, werden einige lustige Weihnachtsgedichte bestimmt nicht lange unentdeckt bleiben. Wie Sie selbst das Gedicht präsentieren, beliebt Ihrer Fantasie und hängt stark vom Empfänger ab. Ihrem Vorstand in der obersten Etage werden Sie wohl kaum ein lustiges Weihnachtsvideo über Instagram senden. Eine Grußkarte, mit ein paar überschaubaren Zeilen, ist in diesem Fall wahrscheinlich vorzuziehen. Viele versenden heute nur noch Online-Grußkarten. Das Praktische daran, Sie können die Motive selbst aussuchen und mit einem lustigen Gedicht bestücken. Diese Portale sind zumeist umsonst und man hat die Möglichkeit mehreren Personen gleichzeitig seine Grüße zu übermitteln.

Zu wem passt ein witziges Gedicht?

Das ist die erste Frage, die Sie sich bei einem selbst geschriebenen Weihnachtsgedicht stellen sollten. Ihre Freunde haben bestimmt nichts, gegen ein paar nette Worte zum Weihnachtsfest, auch wenn Sie dabei in Umgangssprache verfallen sollten. Auch bei Familienmitgliedern, Verwandten und Bekannten, könnte man das Experiment wagen und nicht nur die üblichen Floskeln aufsagen. Vorsicht ist jedoch bei Personen geboten, die Sie noch nicht gut kennen. Beginnen Sie hier lieber mit ernsteren, klassischen Formen, bevor Sie mit großen Slapstick-Einlagen loslegen. Mit ein bisschen Übung lernt man schnell, bei wem man was schreiben kann und bei wem nicht. Und bedenken Sie stets dabei, dass nicht jeder von uns denselben Humor hat. Was Ihr Kollege urkomisch fand, kann für die Oma eine Beleidigung sein. Häufig ist es so, dass die älteren Generationen, gerne besinnliche bzw. klassische Werke eher zu schätzen wissen. Doch pauschalisieren lässt sich das leider nicht. Mit Sicherheit gibt es lustige Omas, die sich über ein solches Gedicht köstliche amüsieren werden, genauso, wie es mürrische Arbeitskollegen gibt, denen das ganz und gar nicht gefällt. Letztendlich müssen Sie selbst individuell entscheiden, bei wem ein witziger Spruch vermutlich gut ankommen wird.


Die Oma in der Ecke liegt,
der Opa sich vor Lachen biegt,
der Punsch war wohl gewürzt recht gut,
man sieh ja schon, wie gut er tut.
Zu Weihnachten gibt es neben dem Lachen,
zum Essen auch noch leckere Sachen,
ein Schnäpschen zur Verdauung reichen,
ist mit gar nichts zu vergleichen.

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Weihnachten ganz ernst und still,
ist nicht so, wie es jeder will.
Mit der Familie lustig feiern,
vor lachen sich kugeln und auch eiern,
den Punsch genießen und zum Schluss,
da kommt es wie es kommen muss.
Ein kleiner Schwips zu Heiligen Nacht
hat oftmals schon viel Freude gebracht.

Der Weihnachtsmann kann heute nicht kommen,
er ist noch ziemlich mitgenommen,
von der Party mit seinen Zwergen,
sie sind beim Feiern fast schon Schergen.
Der Punsch war gut, der Sekt war lecker,
und dazu vom Zuckerbäcker
gab es Mohngebäck und nun,
fühlt er sich außer Stande zu tun,
was jedes Jahr zur Heiligen Nacht,
zu seiner Aufgabe ward gemacht.
Drum trinken wir jetzt auch ganz fein,
ein hübsches Gläschen voller Wein.

Warten aufs Christkind in diesem Jahr,
ist anders, als es sonst so war.
Mama huscht aufgeregt herum,
Papi fragt sich noch warum,
die Kinder nicht schön artig sind,
und wo bleibt denn das Christkind?
Die Oma lächelt in frohe Runde,
und wartet auf die Feierstunde,
bis Opa schließlich dann entdeckt,
die Geschenke sind versteckt,
statt Weihnachtsmann und Rentierschlitten,
ließ der Osterhase sich bitten,
und hat bestimmt auch mit Bedacht,
Ostern zur Weihnachtszeit gemacht.

Verbrannter Braten, schlechter Wein,
das alles war noch zu verzeihen.
Doch das der Hund ganz unbeseelt,
die Weihnachtslieder lautstark bellt,
dass die Nachbarn hinterm Haus
ihren Grill noch packen aus,
dass der Postmann sich versteckt,
als das schwere Paket ihn erschreckt,
das alles sind die kleinen Sachen,
die Weihnachten zur Weihnacht machen.

Hund und Katzen sind verschwunden,
die Familie singt unumwunden,
ihre Lieder jedes Jahr,
wie es zur Weihnacht immer war.
Und ist der letzte Ton verklungen,
wird sofort erneut gesungen,
Halleluja, schallt es laut,
wenn Oma den Takt auf den Tisch dazu haut.
Fröhliche Weihnacht sieht anders aus,
doch leider nicht in unserem Haus.

Ruft es lauthals in die Nacht,
bis der Weihnachtsmann erwacht,
bis die Rehe klagend schauen,
und sich in die Wälder hauen,
bis das Christkind kommt ganz munter,
endlich auf die Erde runter.
Und es gibt zur Heiligen Nacht,
Party bis der Morgen erwacht.

Die Familie ist wunderschön,
vor allem an Weihnachten zu sehen.
Innige Lieder werden gesungen,
da fiel das Kind buchstäblich in den Brunnen,
die Weihnachtsgeschichte wird verlesen,
das wäre es ja dann wohl gewesen.
Nein, noch einmal müssen wir singen,
ich hoffe die Lieder werden bald schon verklingen,
einen Punsch, den wünsch ich mir sehr,
hoffentlich bringt das Christkind mir mehr,
denn nur im Rausch kann man ohne Fragen,
diesen Gesang leidlich ertragen.

All überall liegt in der Luft
ein ganz besond’rer Weihnachtsduft
aus Zimt, Orange, Vanillin,
aus Weihrauch und aus Tannengrün.
Und wenn sich dann der Bratenduft
noch einmischt in die Weihnachtsluft,
dann weiß die Nas‘ nicht, was sie soll
und ruft: „Ich hab die Nase voll!“

Große Stiefel, rote Mütze –
so kennt jeder Nikolaus.
Doch was er unterm Mantel trägt,
damit kennt sich keiner aus.

Wenn Lametta und die Zuckerstangen
werden in den Baum gehangen,
naht sie schon mit großen Schritten
und Santa kommt mit seinem Schlitten.
Dann ist es wieder mal so weit:
Weihnachten – Geschenkezeit!

Aus den Boxen singt der Chor
und die Gans, die brät im Rohr.
Mutti packt Geschenke ein:
den Schal, die Uhr und auch den Wein.
Papa klebt den Bart sich an,
denn er spielt den Weihnachtsmann.
Opa schmückt noch grad den Baum,
doch das stört die Kinder kaum.
Oma tönt: „Die lieben Knaben
warten artig auf die Gaben!“
Aber hocken die zwei Lausebuben
wirklich brav in ihren Stuben?
Wo sind die Nüsse, wo das Gebäck?
Erst war es da, jetzt ist es weg!
Doch unterm Tisch mit Weihnachtskranz
wedelt Waldi mit dem Schwanz.
Und es kaut und schmatzt der Hund,
das wird der Oma jetzt zu bunt.
So hebt sie forsch das Tischtuch an
und sieht, was sie kaum glauben kann.
Der Hund und die zwei Lausebengel
strahlen wie drei Weihnachtsengel
aus ihrem Naschversteck hervor
und aus den Boxen tönt der Chor.

Rote Mütze, Mantel, Stiefel
und dazu ein großer Sack,
der so voll und auch so schwer ist,
dass er ihn trägt huckepack.

Und er schwitzt und schnauft gar sehr
unter der Geschenke Last
und die Menschen rings umher
tuscheln: „Der hat’s echt verpasst!“

Doch er stapft die Straße weiter –
frohen Muts, das Ziel im Blick,
und er stört sich nicht am Lachen,
das ihm hinterhergeschickt.

„Bald schon klopf ich an die Tür,
wo sich brave Kinder freu’n…
Das war grade Nummer Vier,
dann kommt sicher gleich die Neun.“

Und als er steht vor Nummer Neun,
ist die Verwunderung gar groß:
„Keine Kinder, die sich freu’n?“,
fragt der Mann ganz atemlos.

„Und was sollen all die Eier
und die Birkenzweige hier?
Ist das nicht die Weihnachtsfeier
heute Nachmittag um vier?“

„Tja“, sagt Vater Schulze-Meier,
„Sie hab’n sich in der Zeit vertan.
Vorbei ist längst die Weihnachtsfeier,
jetzt ist der Osterhase dran…“

Und die Moral von der Geschicht‘?
Ob Du’s glaubst oder auch nicht:
Wenn der Hase kommt gerennt,
dann hast Du Weihnachten verpennt.

Oma singt die alten Lieder,
Opa hält die Ohren zu.
Jedes Jahr aufs Neue wieder
ist sie hin, die Weihnachtsruh‘.

Wenn der Baum mit Nadeln wirft,
Hennen legen bunte Eier
und der Hase Glühwein schlürft,
dann wird das keine Weihnachtsfeier.

Sterne funkeln hell und friedlich
in der wundersamen Nacht.
Josef macht es sich gemütlich
als der Sohn zur Welt gebracht.

Als das Kind schläft in der Wiege,
klopft es an der Tür zum Stall.
Und es meckert laut die Ziege
als sie komm‘ von überall.

„Drei Weise aus dem Morgenland“,
stellen sich die Fremden vor.
„Na, das ist ja allerhand“,
antwortet ein Stimmenchor.

Und sie reichen ihre Gaben
dem neuen Erdenbürger dar.
Gold und Myrrhe für den Knaben
und auch Weihrauch, ehrlich wahr!

„Dabei wär ’ne frische Windel
doch viel besser für das Kind“,
murrte gleich das Weibsgesindel,
„wo die doch so nützlich sind!

Doch was schenken diese Herren?
Das hat die Welt noch nicht geseh’n!“
Ob sie wohl noch immer plärren
unterm Stern von Bethlehem?

Da sitzt man warm mit einer Decke
und schlürft entspannt den heißen Tee,
der Weihnachtsbaum steht in der Ecke
und draußen rieselt sanft der Schnee.
Doch plötzlich klopft es an der Türe,
erschrocken blickt man auf die Uhr
– Wer stört denn bitte nachts um viere
die wohlverdiente Weihnachtsruhe? –
Es klopft erneut, doch diesmal lauter
genervt gehst Du dann doch zur Tür,
dort steht tatsächlich ein Klabauter
und sagt, er wär geschäftlich hier.
So etwas kommt zu Weihnachtszeiten
recht häufig vor in vielen Welten,
doch solltest Du dich vorbereiten,
besinnlich sind Klabauter selten.

Wie heiter ist das Weihnachtsfest,
wenn man sich reich beschenken lässt.
Da wartet unterm Weihnachtsbaum
so manch vergessner Kindertraum,
es riecht nach Zimt und Eierpunsch,
erfüllt wird beinahe jeder Wunsch
und auch wenn die Verwandten nerven,
verkneift man sich, sie rauszuwerfen,
denn Weihnacht ist Besinnlichkeit!
Vergessen ist ein jeder Streit,
doch wehe, es gibt nichts zu Essen,
dann kann man Weihnachten vergessen!

Der Stress wächst mit den Weihnachtstagen,
wenn alle Elfen wild rotieren,
die Rentiere sich überschlagen
und alle an den Füßen frieren.
Dagegen helfen warme Socken,
die schenkt man gern zur Weihnachtszeit,
doch auch Krawatten können locken,
frag Onkel Heinz, der weiß bescheid.
Und Tante Hilde schenkt, wie immer
’nen Schlafanzug mit bunten Schäfchen,
man fragt sich, „Geht es denn noch schlimmer?“
und Opa Herbert macht ein Schläfchen.
Ja, so sind die Weihnachtstage
und jedes Jahr der gleiche Mist,
da erübrigt sich die Frage,
warum’s nur einmal jährlich ist.

Ich halt in meinem Eispalast mir einen Grinch als Ehrengast,
der soll das Weihnachtsfest vermiesen, soll auf die Weihnachtsplätzchen niesen,
soll die Geschenkkartons zertreten und schiefe Weihnachtslieder flöten,
den Weihnachtsbaum in Flammen stecken, an jeder Zuckerstange lecken,
soll den Lametta wüst verknoten, an Weihnachten ist nichts verboten,
soll alle Schneemänner zerschlagen! Das geht nur an den Feiertagen.
Er soll die Rentiere rasieren und Klebstoff auf die Schlitten schmieren,
den Engeln stutzt er ihr Gefieder, er rülpst und furzt die Weihnachtslieder,
ach, das wird ein schönes Fest,wenn man den Grinch nur walten lässt.

Im Winterland steigt heut zu Ehren
vom Weihnachtsmann ein großes Fest,
doch auch den Weihnachtsmann muss man belehren,
weil lang er auf sich warten lässt.
Nun gut, die Weihnachtszeit ist hektisch,
in einer Nacht die ganze Welt,
doch da erscheint an einem Ecktisch
der altbekannte Weihnachtsheld.
Sogleich lässt er sich kräftig feiern,
den Urlaub hat er sich verdient,
bedient sich froh am Punsch aus Eiern
und sitzt gemütlich am Kamin.
Im Saale tanzen wild die Elfen
auch sie genießen diese Pause,
zwar müssen sie im Winter helfen,
doch im Sommer geht’s nach hause.
Die Rentiere sind ebenso,
weil sie die schwerste Arbeit tun,
über jede Sommerpause froh,
um sich im Süden auszuruh’n.
Doch alle Schneemänner sind panisch
und wollen sich am Boden wälzen,
den Sommer mögen sie so gar nicht,
weil sie bei großer Hitze schmelzen.